Wärmeleitfähigkeit und Wärmedurchlasswiderstand

Die Messung der Wärmeleitfähigkeit von XPS erfolgt an konditionierten Proben nach DIN EN 12667 oder DIN EN 12939. Nach dem in DIN EN 13164 beschriebenen Verfahren deklariert der Hersteller mit der CE-Kennzeichnung eine Wärmeleitfähigkeit λD, die größer oder gleich λ90/90 ist, welche mindesten 90 % der Produktion mit einem Vertrauensniveau von 90 % repräsentiert.

XPS-Produkte, die mit einem Treibmittel hergestellt wurden, welches eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit als Luft aufweist und das während einer bestimmten Zeit im Schaum verbleibt, werden nach dem in DIN EN 13164, Anhang C beschriebenen künstlichen Alterungsverfahren geprüft.

Für wärmeschutztechnische Dimensionierungen wird der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ nach DIN V 4108-4 entweder in Kategorie I aus der nach EN 13164 ermittelten deklarierten Wärmeleitfähigkeit λD mit einem Faktor von 1,2 beaufschlagt, oder in Kategorie II auf der Basis eines Grenzwertes λgrenz um dem Faktor 1,05 erhöht. Voraussetzung dafür ist, dass im Rahmen einer technischen Spezifikation, zum Beispiel durch eine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt), ein Grenzwert λgrenz festgelegt ist.

Für deklarierte Wärmeleitfähigkeiten von 0,026 W/(mK) bis 0,040 W/(mK) ergeben sich in Kategorie I nach DIN V 4108-4 Bemessungswerte zwischen 0,031 und 0,048 W/(mK). In Kategorie II nach DIN V 4108-4 ergeben sich für Grenzwerte zwischen 0,0252 bis 0,0385 W/(mK) Bemessungswerte zwischen 0,026 und 0,040 W/(mK). Die jeweiligen Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit sind produkt- und herstellerabhängig.

Vom Hersteller werden pro Produkt und Nenndicke mit dem CE-Zeichen jeweils Wärmedurchlasswiderstände RN deklariert. Diese werden nach dem in DIN EN 13164 beschriebenen Verfahren aus R90/90 ermittelt, indem auf Stufen in Schritten von 0,05 m²K/W nach unten gerundet wird. R90/90 ist der statistisch ermittelte Wärmedurchlasswiderstand, welcher mindesten 90 % der Produktion mit einem Vertrauensniveau von 90 % repräsentiert. Dieser wird entweder direkt gemessen, oder aus der Nenndicke dN dividiert durch λ90/90 berechnet.