Treibmittel Technologie

Die Treibmitteltechnologie hat sich - nicht nur bei der Herstellung von XPS - in den letzten zehn Jahren entscheidend geändert. Bis 1989/90 wurde FCKW als Treibmittel eingesetzt. Es war sowohl ein ideales Treibmittel, als auch im Produkt ein ideales Zellgas. Es ist nicht brennbar, chemisch inert und nicht toxisch.

Auch die chemisch- physikalischen Eigenschaften sind für den Schäumprozess ideal. Sie sind jedoch auch der Grund dafür, dass FCKW bis in die oberen Atmosphärenschichten vordringen konnten. Sie werden für den dort stattfindenden Abbau der stratosphärischen Ozonschicht verantwortlich gemacht.

Alternative Treibmittel

Im XPS-Schaumstoff bleibt FCKW nach der Herstellung infolge des sehr niedrigen Diffusionskoeffizienten sehr lange in den Zellen eingeschlossen. Nach dem Bekanntwerden der FCKW-Ozon-Abbau-Hypothese wurden jedoch für XPS alternative Treibmittel erforscht, die 1989/90 zum Ersatz von FCKW durch HFCKW und 1994/95 zum Ersatz von HFCKW durch CO2 und/oder HFKW führten.

Das zur XPS-Herstellung verwendete CO2 wird aus bestehenden Prozessen gewonnen, so dass keine zusätzlichen Belastungen für die Umwelt entstehen. Sein Ozonabbau-Potential (ODP: ozone depletion potential) liegt bei Null und das Treibhauspotential (GWP: global warming potential) bei Eins.

Die mit CO2 aufgeschäumten XPS-Dämmplatten enthalten bereits kurze Zeit nach der Produktion nur noch Luft als wärmedämmendes Zellgas. HFKW haben ebenfalls kein ozonschädigendes Potential und ein geringeres Treibhauspotential als FCKW.